Das Kinderschutz-Zentrum
 
 

Weihnachten mit gespendetem Geschenk

Die Idee ist ganz simpel und bringt dennoch Erwachsenen- und Kinderaugen in der Weihnachtszeit gleichermaßen zum Leuchten: Ein Geschenk-Pate erfüllt einen Kinderwunsch, ohne das Kind zu kennen. Die Kooperation zwischen dem Gütersloher Kinderschutz-Zentrum und dem Restaurant Bonne Vie machen die gute Tat passend zum Heiligen Abend möglich.

 

Torwart-Handschuhe, Puppen oder einen Besuch im Kino – all das sind für viele kaum erwähnenswerte Kleinigkeiten. Für Kinder und Jugendliche des Kinderschutz-Zentrums sind diese erfüllten Wünsche zu Weihnachten das Größte. Hilfe bekommen sie seit inzwischen sechs Jahren von den Betreibern und Gästen des Restaurants Bonne Vie.


Dagmar und Andreas Schauerte waren damals als die Idee aufkam gleich dabei. Die beiden Betreiber des Restaurants an der Carl-Bertelsmann-Straße schmücken den Tannenbaum seither nicht mehr „nur“ mit Weihnachtskugeln und Co., sondern die eigens gemalten Wunschkarten der Heranwachsenden dürfen nun nicht mehr fehlen.


Jeder Gast kann dann bei Interesse selbst entscheiden, für welche Karte er sein Herz erwärmt. Im nächsten Schritt kauft der Pate dann das Geschenk im Wert von rund 15 Euro, verpackt es und bringt es zurück ins Restaurant.


„Viele unserer Gäste fiebern schon im November dem Ereignis entgegen“, freut sich Dagmar Schauerte über die Wandlung ihrer Besucher zu Weihnachts-Feen. Bis kurz vor Weihnachten werden die Geschenke noch im Bonne Vie gesammelt. Dann werden sie stellvertretend von Annette Lakämper vom Förderverein zur weiteren Verteilung in Empfang genommen.


 „Wir haben in diesem Jahr wieder rund 50 Kinder und Jugendliche, denen wir so eine Freude machen können“, so Pia Eckmann. Die Leiterin der AWO-Familienberatungsstelle im Kinderschutz-Zentrum an der Böhmerstraße 13 verweist auf die prekäre finanzielle Situation in den Familien der kleinen Empfänger.


Karsten Niekamp führt vor Augen, wie gut es den meisten Menschen gehe. „Gerade an Weihnachten wird der Riss in der Gesellschaft besonders sichtbar - wird dürfen gerade in dieser Zeit nicht die sozial schlechter gestellten Familien vergessen“, sagt der Vorstand des Fördervereins Kinderschutz-Zentrum.

 

Ein Happy End dieser einmaligen Weihnachts-Geschichte gebe es jedes Jahr aufs Neue: Alle Kinder-Wünsche gingen in Erfüllung und keine Karte bliebe übrig.